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Stadt Münchenbernsdorf - Eckdaten -

Historische Stadtansicht
Jahr Ereignis
1251 Erste urkundliche Erwähnung Münchenbernsdorfs am 17. August 1251.
1656 Bis 1718 gehört Münchenbernsdorf zum Herzogtum Sachsen-Zeitz.
1718 Eingliederung in den Neustädter Kreis (Kursachsen).
1815 Mit dem "Wiener Kongress" liegt der Ort im gerade gegründeten Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.
1920 Ende der Kleinstaaterei - Thüringen wird gegründet - im Osten liegt Münchenbernsdorf.
1922 Die Stadt gehört zum Kreis Gera.
1952 In der DDR werden Bezirke gebildet und die Länderbezeichnungen abgeschafft. Münchenbernsdorf befindet sich im Bezirk Gera.
1990 Wiedergründung des Landes Thüringen aus den DDR-Bezirken Gera, Erfurt, Suhl und einigen angrenzenden Gebieten.
1993 Thüringen wird zum Freistaat.
1994 Neue Landkreise werden geschaffen - die Stadt zählt nun zum
Landkreis Greiz.

Textilindustrie

Nach der Leinenweberei, Wolltuchfabrikation, Zeugwirkerei und weltbekannten Beuteltuchfabrikation brachten die in der Gründerzeit entstandenen Teppichfabriken und eine Druckerei/Färberei gewissen Reichtum. Sie machten den Ort weiterhin in der Welt berühmt. Lange Zeit kennzeichneten die Fabrikschornsteine die typische Stadtsilhouette.
Fabrikschornsteine prägten die Stadtansicht
Während der DDR-Zeit wurden die 7 hiesigen Teppichfabriken zum weithin bekannten "VEB Thüringer Teppichfabriken Münchenbernsdorf" zusammengefasst. Dazu gehörten weitere Produktionsstätten außerhalb von Münchenbernsdorf, z.B. in Gera.
Die Färberei von Albert und Richard Franz firmierte unter der Bezeichnung "VEB Kunststoffdruck".

Heute gibt es nur noch zwei dieser traditionellen Unternehmen in Münchenbernsdorf.
Zum einen ist es die "Carpet Concept Objekt-Teppichboden GmbH" in der Jenaer Straße. Sie produziert nun in modernstem Design.
Aus dem damaligen "Kunststoffdruck" in der Marktstraße wurde zum anderen die heutige "dKM dekor Kunststoffdruck GmbH Münchenbernsdorf".
Beide Unternehmen knüpfen erfolgreich an alte Traditionen an.

Die Firmen aus der Gründerzeit

Gründungsjahr Firmenname spätere Bezeichnung
1856Hartwig Poser,
Akazienstraße 1
VEB Thüringer Teppichfabriken,
Produktionsstätte I
1865Albert & Richard Franz,
Marktstraße 10
VEB Kunststoffdruck
1876Krause & Poser,
Geraer Straße 43
-
ab 1914 Krause & Poser Nachfolger,
Jenaer Straße 24 (später: 22)
VEB Thüringer Teppichfabriken,
Produktionsstätte VI
1878C.R. Erdmann,
Gerbergasse 3
(später: Karl-Liebknecht-Straße 12)
VEB Thüringer Teppichfabriken,
Produktionsstätte II
1903Naundorf & Poser,
Kleinbernsdorfer Straße 49a
VEB Thüringer Teppichfabriken,
Produktionsstätte V
1912Weges,
Eichertstraße 5
VEB Thüringer Teppichfabriken,
Produktionsstätte III (u.a.)
1913Thüringer Teppichfabrik Paul Seliger,
Feldstraße 14
(später: Geschwister-Scholl-Straße 14)
VEB Thüringer Teppichfabriken,
Produktionsstätte IV
ca. 1914 Gebrüder Naundorf,
Bahnhofstraße 22
VEB Thüringer Teppichfabriken,
Produktionsstätte I/I (u.a.)
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